2019 Bodilson

Bodilson wurde 2014 gegründet – als niederländische Marke mit einem Auge für Design und Qualität, die alte und einzigartige Möbelstücke mit zeitgenössischen Möbeln kombinierte. Durch die Verwendung natürlicher und ehrlicher Materialien war die Marke von Anfang an zeitgemäß.

Bodilson stand für eine zeitgemäße Kollektion von Möbeln, Beleuchtung und Wohnaccessoires – eine überraschende Mischung aus industriellem und skandinavischem Design mit verfeinerten Materialien.

Die Entwürfe wurden in den Niederlanden konzipiert, gezeichnet, ausgearbeitet und getestet – mit einem klaren Fokus auf Qualität und Handwerkskunst. Die Kollektion war eine Mischung aus skandinavischem Minimalismus und italienischem Charme – mit reinen Materialien wie Holz, Keramik und Stahl.

Bodilson entwarf die Kollektion selbst, produzierte in einer eigenen Fabrik in Polen und hatte sowohl im Namen als auch in der Ausstrahlung der Möbel eine skandinavische Signatur.

Beim 5-jährigen Jubiläum konnte Bodilson stolz vermelden: „Inzwischen haben wir mehr als 200 Händler in den Niederlanden und Belgien, davon 22 Shop-in-Shops. In den Niederlanden arbeiten 20 Kollegen und in Polen 100." Das Unternehmen war auf der IMM Cologne und in der Woonindustrie in Nieuwegein präsent.

Ende 2022 zog der Hauptsitz von Bodilson an einen beeindruckenden neuen Standort: das Landgut Kasteel ter Horst in Loenen – von da an war das Unternehmen in einem der Kutschierhäuser des Schlossguts untergebracht.

Am 7. Mai 2024 erklärte das Gericht in Zutphen Bodilson für insolvent – nach genau zehn Jahren. Das Unternehmen konnte seinen Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern nicht mehr nachkommen. Als Insolvenzverwalter wurde Christian Hartsuiker von SWDV Advocaten ernannt.

Der komplette Lagerbestand und die Inventur von Bodilson – eingelagert in Enschede – wurden bei einer Online-Insolvenzauktion versteigert: 608 Lose, darunter Sofas, Schränke, Tische, Stühle, Beleuchtung, Teppiche und Kissen – ab 10 Euro das Stück.

Eine typisch bittere Erfolgsgeschichte: Zehn Jahre Aufbau, skandinavisches Design aus eigener Fabrik in Polen, 200 Händler – und dann doch das Ende. Der Umzug ins Schloss 2022 war vielleicht ein letztes mutiges Signal – oder ein Zeichen dass es schon nicht mehr gut lief.