2011 Picoc

PICOC Möbelhandel hatte seinen Sitz in der Käthe-Niederkirchnerstraße 30, 10407 Berlin – also mitten in Prenzlauer Berg. Inhaber und Pressekontakt war Tobias von Leuckart.

Offizielle Geschichte: Tobias von Leuckart entwarf für das Label PICOC rustikale Gartenmöbel aus Teakholz – darunter zum Beispiel eine praktische Truhe, die gleichzeitig als Sitzbank dient.

Der Inhaber – ein Freiherr mit Stil

Tobias von Leuckart ist kein gewöhnlicher Name – er trägt den vollständigen Titel Freiherr Leuckart von Weißdorf, eine fränkische Adelsfamilie mit langer Geschichte. Das Wasserschloss Weißdorf in Bayern befindet sich noch heute im Besitz der Familie – die sich seit 1879 offiziell „Leuckart von Weißdorf" nennt.

Aber: eigentlich ist das nur der Handelsname der Bramble Collection in Deustchland gewesen.

1991 gründete Robert Bramble das Unternehmen – der Name ist also kein Marketingbegriff, sondern schlicht der Familienname des Gründers.

Am Anfang war Bramble nur Händler – man kaufte Waren von verschiedenen Lieferanten ein. Die Erkenntnis kam schnell: Man kann immer nur so gut sein wie die eigene Lieferkette. Das war der Moment, in dem man beschloss, die Dinge buchstäblich selbst in die Hand zu nehmen.

Bramble entwirft und produziert heute in einer eigenen Fabrik auf Java, Indonesien – auf einem 20 Hektar großen Gelände, das Sägewerk, Trockenöfen, Werkstätten und Büros unter einem Dach vereint. Weil man die eigene Produktion vollständig kontrolliert, überwacht Bramble jeden Schritt – von der Holzauswahl und Ofentrocknung bis zur Konstruktion, Lackierung und Endkontrolle.

Das Team PT Index umfasst über 1.500 Maler, Handwerker und Designer – allesamt Meister ihres Fachs. Jedes Bramble-Stück entsteht von Anfang bis Ende in dieser Fabrik.

Und diese standen auf der Möbelmesse in Köln und suchten Kunden. Von Leuckart hatte Geld und los ging es. Leider war er Beratungsresistent, kaufte die falschen Modelle in den falschen Farben ein und vergrätzte durch seine Art die Kunden. Später zog er und seine Bordloft GmbH nach Grünberg und verkaufte Stück für Stück ab.

Leider war die Ware somit nicht mehr erhältlich. Durch die Bemalungen gab es traumhafte Möbel mit Unikatcharakter wie die Ballon-Kommode….