2008

De Spieghel

In den 1980er Jahren arbeitete Lex Tiggeler senior in der Metallwerkstatt seines Vaters. Als das Unternehmen geschlossen wurde, stieg Lex in die Welt der antiken Möbel ein. Gute Nachrichten verbreiteten sich schnell: Bald wusste jeder in Obdam und Umgebung, wann Lex mit einem Lieferwagen voller Antiquitäten aus England zurückkehrte – und alle waren begierig, die Möbel zu ergattern.

Lex eröffnete sein erstes Geschäft in Heerhugowaard unter dem Namen „De Spieghel" – und bald folgten Geschäfte in Bussum, Bergen, Purmerend und Ursem. Der Einkauf wuchs und Lex begann langsam mit dem Import von Möbeln. Er hatte ein Händchen für gute Geschäfte – in der Tschechischen Republik, wo viele antike Schränke im Umlauf waren, klingelte er an Türen, um alte Schränke aufzukaufen.

Das Unternehmen begann Möbel auch an andere Geschäfte zu liefern, und so war Spieghel Trading Company geboren. Neben dem großen Erfolg entstand der Plan, neben dem Einkauf auch selbst Möbel zu entwerfen und herzustellen zu lassen. Die eigenen Kollektionen wurden mit Einzelstücken aus dem Fernen Osten ergänzt.

Viele internationale Reisen und Gespräche mit Kunden folgten. Diese lieferten so viel Inspiration, dass die Ideen nur so überquollen – und sie wurden in eigene Entwürfe übersetzt, die perfekt auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt waren. Zunächst konzentrierte man sich vor allem auf Möbel und Wohnaccessoires im Landhausstil, gefertigt mit großer Sorgfalt in Fabriken in Rumänien.

Als Lex und Anne-Roos 2011 in das Unternehmen einstiegen, wurde aus „De Spieghel" der international ansprechende Name „Richmond Interiors“. Man verabschiedete sich vom antiken Stil und schuf ein komplettes Lifestyle-Sortiment. Um sich ganz auf den Ausbau des Großhandels zu konzentrieren und Richmond vollständig und stark zu machen, wurden die eigenen Ladengeschäfte geschlossen.

Das Schicksal schlug zu, als das Unternehmen 2016 durch einen Großbrand vollständig zerstört wurde. Mit Hilfe und Vertrauen von Mitarbeitern, Lieferanten und Händlern baute man alles wieder auf und machte sofort große Schritte in Richtung Zukunft. Nach zwei harten Jahren war Richmond Interiors zu dem Unternehmen herangewachsen, das man sich immer vorgestellt hatte.

Heute wird das Familienunternehmen von der dritten Generation Spieghel geführt. Die Möbel des Marke Richmond Interiors sind in mehr als fünfzig Ländern erhältlich – mit über 800 offiziellen Händlern weltweit. Die Kollektionen werden jährlich durch neue Entwürfe ergänzt, während die Klassiker aus der Geschichte für Liebhaber erhalten bleiben.

Exedra abeitete in dem Sinne nur kurze Zeit mit de Spieghel zusaammen, aber es prägte uns. Die Möbel waren teilweise aus MDF gefertigt und unfassbar schwer. Ein Schlüsselerlebnis war ein Kleiderschrank der nicht demontabel war auf dem LKW von Jan Krediet, dem Spediteur. Nur mit Ach und krach bekamen wir den von der Ladefläche….

Die Möbel wurden in Rumänien Nitro-Lack gefärbt und hatten auch diesen typischen Eigengeruch.. Die Produktion fand vermutlich bei Montana Campeni statt. Die Firma gibt es noch heute.