2006 Linum

Sven Kempe entdeckte auf einer Indienreise im Raum Kalkutta die Qualität der dort hergestellten Waren und beschloss Linum zu gründen.

Kempes Idee war für die damalige Zeit visionär: Er wollte keine Massenware, sondern langlebige Heimtextilien aus Naturmaterialien (vor allem Baumwolle und Leinen).

Schwedischer Part: Das Design (Farben, Muster, Schnitte) wurde in Stockholm entworfen – geprägt von Ordnung, Licht und skandinavischer Schlichtheit.

Indischer Part: Die Produktion erfolgte in Indien, wobei Linum von Anfang an Wert auf faire Arbeitsbedingungen und die Unterstützung lokaler Gemeinschaften legte. Viele der Webstühle und Färbetechniken waren damals noch reine Handarbeit.

Dann kam der Durchbruch: Zeitlose Klassiker wurden in dne 70er und 80er Jahren international bekannt. Besonders berühmt wurde die Marke für ihre Farbvielfalt. Anstatt jede Saison alles neu zu erfinden, setzte Linum auf ein festes Farbsystem, bei dem neue Kollektionen immer zu den alten passten. Es gab auch spezielle Designs wie mit der ELLE Decoration und den Häusern und den Eulen.

Ein absoluter Klassiker ist das Sitzkissen PEPPER, das fast jeder kennt, der sich für skandinavisches Interior interessiert. Es wird seit Jahrzehnten produziert und ist ein Symbol für die Beständigkeit der Marke.

Fokus auf Nachhaltigkeit: Lange bevor „Sustainability“ ein Modewort wurde, lebte Linum diesen Ansatz. Da die Stoffe so hochwertig produziert wurden, dass sie Jahrzehnte hielten, wurde die Marke zum Inbegriff von „Slow Interior“. Das Unternehmen achtet zudem seit langem auf umweltfreundliche Färbeprozesse und nutzt geschlossene Wasserkreisläufe in der Produktion.

Es gab bis 2014 auch noch eine separate schwedische Edition die auch besondere Designs hatte. Siehe „Bilder“

2015 kam es zu einem großen Umbruch: Inhaber und Geschäftsführer wechselten. Eine Frau kam ans Steuer und wickelte de deutsche Linum GmbH ab die den größten Anteil am Umsatz ausmachten. Nach diversen Abenteuern mit der Spedition Schenker an die ich mich noch gut erinnern kann wurde alles nach Schweden verlegt. Der jahrelange Erfolg mit dem deutschen Einzelhandel brach zusammen. Die Vertreter wechselten zu Scantex. Später wurde das mit Corona begründet aber es war deutliches Mißmanagement und heute sind die Designs nur noch ein Schatten der Farben und der Freudigkeit die Linum mal ausgemacht hatte. Statt dessen verlagerte man auf Onlinevertrieb und Rabatt-Aktionen. Inwieweit heute noch alte Werte gelebt werden ist nicht mehr zu erfahren… Aus diesem Grunde habe ich auch das alte sehr viel schönere Logo eingesetzt statt das neue welches eher zu einem Reifenhersteller passen würde...